Chiropraktik als individuelle Heilmethode

Das Wort Chiropraktik stammt aus dem Griechischen und bedeutet Arbeit mit der Hand. Und genau das tun Chiropraktiker. Ihre Hände sind ihr wichtigstes Arbeitszeug. Mit ganz speziellen Griffen können sie verschobene Wirbel und Gelenke wieder in ihre normale Position bringen, Muskelverspannungen lösen und Blockaden aufbrechen. Sie spüren, wo bei dem von Rückenschmerz geplagten Patienten das fragile Gleichgewicht der Wirbelsäule durch Unfälle, Haltungsschäden, Abnutzung oder falsche Bewegungsabläufe gestört ist. Sie können erkennen, warum ein Schultergelenk, ein Knie nicht mehr richtig funktionieren und in vielen Fällen können sie die Schmerzen lindern oder sogar beseitigen.

Oft entstehen Neuralgien, Ischialgien und andere erhebliche Nervenschmerzen, wenn durch Verschiebungen von Wirbelkörpern und Gelenken Druck auf Nervenbahnen ausgeübt wird. Ein Chiropraktiker kann dem Patienten auch erklären, welche Belastungen und Haltungen ihm schaden und welche Muskelgruppen er kräftigen sollte, um Schmerzen zu vermeiden.

Schon in der Antike und im Altertum gab es Heiler, die sich mit dem Einrenken und Ausrichten von Wirbeln und Gelenken auskannten. Sie wurden Gliedersetzer, Ziehleute oder Knochenrichter genannt und waren die ersten Chiropraktiker der Geschichte. Die moderne Chiropraktik aus Hamburg wurde von Daniel David Palmer, einem kanadisch/amerikanischen Heiler des 19.Jahrhunderts begründet. Von ihm wird erzählt, er habe einen seit Jahren tauben Mann durch Einrichten eines Wirbels wieder zum Hören gebracht und danach eine Schule für Chriopraktik in den USA gegründet. Dort ist Chiropraktik heute ein eigenständiger anerkannter Heilberuf. In Deutschland können nur Ärzte und Heilpraktiker nach einer Zusatzausbildung Chiropraktiker werden. Die chiropraktische Behandlung wird inzwischen von einigen gesetzlichen Krankenkassen und fast allen privaten
Kassen bezahlt.

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